Information zur Lokalanästhesie

Sehr geehrte Patientien,
sehr geehrter Patient,

sollte bei Ihnen ein operativer Eingriff im Zahn-/Kieferbereich notwendig werden, so bekommen Sie in aller Regel eine örtliche Betäubung, eine sogenannte Lokalanästhesie.

Die Betäubung kann auf unterschiedliche Art durchgeführt werden:

Bei einer Infiltrationsanästhesie wird eine bestimmte Menge Betäubungsflüssigkeit unter die Schleimhaut gespritzt, um einen Anteil der dort fein verzweigten Nervenäste zu erreichen. Dieses Verfahren wird insbesondere im Oberkiefer durchgeführt.

Bei der sogenannten Leitungsanästhesie geht es darum, einen stärkeren Nervenstrang an einem bestimmten Punkt zu betäuben, damit das von hier aus weiterführende Ende des Nervs für eine bestimmte Zeit seine Funktion einstellt; das übliche Verfahren im seitlichen Unterkiefer.

Im Regelfall hält diese künstlich hervorgerufene Gefühlsstörung des Nervs ein bis drei Stunden an. In seltenen Fällen, insbesondere nach Leitungsanästhesie auch schon einmal sechs Stunden und länger. Nach Abklingen der Betäubungswirkung nimmt die Nervenbahn ihre normale Funktion wieder auf.

In sehr seltenen Fällen kann durch die direkte Einwirkung der Betäubungslösung am Ner-venstrang eine zeitlich begrenzte aber länger anhaltende Funktionseinschränkung des Nervs auftreten. In sehr, sehr seltenen Fällen - in weniger als 1:1.000.000 Fällen - ist es möglich, dass es zu einer dauerhaften Beeinträchtigung kommt.

Da man die Nerven bei der Behandlung von außen nicht sehen kann, ist es hilfreich, wenn Sie als Patientin/Patient Hinweise geben, wenn nach dem Einstich oder während der Injektion Empfindungen, wie eine elektrische Reizung, wahrgenommen werden.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen vor der Behandlung gerne zur Verfügung.