Aktuelles aus Literatur & Presse

 "Weiße" Implantate? 

Die z.Z. gängigen Implantate bestehen aus Titan und besitzen eine metallisch-graue Farbe. Titan hat sich seit über 40 Jahren bestens bewährt und wurde millionenfach eingesetzt. Ist jedoch der Zahnfleischrand am Übergang vom Implantat zur weißen Krone sehr dünn, oder kommt es im Laufe der Jahre zu einem Zahnfleischrückgang, kann es zu der ästhetisch unschönen Situation kommen, dass der graue Metallrand oberhalb der Krone durch das Zahnfleisch durchschimmert, oder sogar sichtbar wird.

Durch den Einsatz von Keramik-Implantaten kann dieses ästheteische Defizit vermieden werden. Wir verwenden in diesen Fällen das Zirkoniumoxid-Kermaik-Implantat der Firma Z-Systems.

 Die Vorteile des Keramik-Implantates: 

1. Einteiliges Implantat - Implantat und Aufbau in Einem.

2. Dadurch nur eine OP - erneutes Aufschneiden des Zahnfleisches und Aufschrauben von Aufbauteilen entfällt.

3. Das Implantat kann wie ein normaler Zahn beschliffen werden.

4. Weiße Farbe für hohe ästhetische Ansprüche.

5. Sehr gute Materialeigenschaften.

6. kein Metall - keine Allergiegefahr.

Quelle: Dr. B. Bode, Gesundheitsreport Braunschweig, Jahrgang 2006/2007


Auch im Zeitalter der künstlichen Zahnwurzeln (Implantate) kann es sinnvoll sein, den natürlich gewachsenen Zahnbestand zu erhalten oder zur Schließung von Gebisslücken zu verwenden. Beispielhaft sei auf die sogenannte Wurzelspitzenresektion und die Zahnverpflanzung verwiesen.

 1. Wurzelspitzenresektion 

Dabei wird der untere Abschnitt einer Zahnwurzel entfernt (in der Regel 2-3 mm). Dort bleiben nach einer Wurzelbehandlung häufig Bakterien zurück, weil der Kanal dort eng wird und sich unregelmäßig verzweigt. Diese Bakterien lösen dann über kurz oder lang Entzündungen und andere Veränderungen am Kieferknochen aus. Als Alternative zur notwendigen Zahnentfernung können mit diesem Eingriff vor allem Zähne erhalten werden, die für die Kaufunktion von besonderem Wert sind oder deren Verlust als Pfeiler einer Brücke zu umfangreichen Folgebehandlungen führen würde. Voraussetzung ist allerdings eine exakte Wurzelfüllung aller vorhandenen Nevernkanäle. Dauer und Umfang des Eingriffs hängen von Anzahl und Position der Zahnwurzeln ab. In der Fachpraxis liegt der zeitliche Rahmen zwischen 10 und 20 Minuten. Moderne Techniken mit sehr feinen, oszillierenden Sägen halten die Verletzung bei notwendiger Entfernung der die Wurzel bedeckenden Knochenschicht in Grenzen.

 2. Zahnverpflanzung 

Hierunter versteht man die Umstellung eines Zahnes aus seiner Position im Zahnbogen oder aus dem Kieferknochen heraus in eine vorhandene Zahnlücke hinein. Idealerweise wird hierzu eine Zahnanlage, also ein noch nicht vollständig entwickelter Zahn verwendet. Bei Jugendlichen sind dies häufig die Weisheitszähne, die dann in die Position eines verloren gegangenen Backenzahnes versetzt werden können.

Bei schonender Operation und entzündungsfreier Einheilung wachsen die Wurzeln am neuen Ort weiter und die Durchblutung des Zahninneren ist damit wahrscheinlich. Auch wenn der Zahnnerv seine Funktion einstellt, gibt es so keine Zahnverfärbung oder späten entzündungsbedingten Wurzelabbau. Wir haben in unserer Kartei eine Reihe von Patienten die mittlerweile 15 bis 20 Jahre beschwerdefrei mit solch verpflanzten Zähnen leben.

Auch im höheren Alter bzw. bei Zähnen mit abgeschlossenem Wurzelwachstum ist solch ein Eingriff möglich. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dann Nerv und Blutgefäße im Zahn absterben. Häufig ist es daher notwendig diesen Eingriff mit einer Wurzelkanalbehandlung zu kombinieren. Der Behandlungsaufwand entspricht dem einer operativen Zahnentfernung uns ist problemlos in örtlicher Betäubung schmerzfrei durchzuführen.

Quelle: Dr. A. Strukmeier, Gesundheitsreport Braunschweig, Jahrgang 2006/2007

Quelle: Dr. A. Strukmeier, Gesundheitsreport Braunschweig, Jahrgang 2006/2007


Quelle: Dr. A. Strukmeier, Gesundheitsreport Braunschweig, Jahrgang 2006/2007

Quelle: Dr. A. Strukmeier, Gesundheitsreport Braunschweig, Jahrgang 2006/2007